Zu Beginn dieser Phase geht es nicht darum, nur eine einzige «beste» Lösung zu finden, sondern ein Spektrum an Ideen zu entwickeln, aus denen durch eine Verfeinerung oder Kombination iterativ die finale Lösung entsteht.

Die Kreationsphase kann man in folgende Bereiche unterteilen:

Bei der Inhaltsstrukturierung, die über Strukturgramme und Wireframes abgebildet wird, werden alle Inhalte und Funktionen auf Seiten oder anderen Elementen (Lightboxes, Modals, Accordeons, ...) verteilt. Dabei definiert man auch, wie man die Inhalte auffindet und welche Funktionen die Website ihren Benutzern zur Verfügung stellt.

Das sollte stets unter einer nutzerzentrischen Vorgehensweise geschehen. Deswegen sind schon hier die ersten Prototypisierungen und Nutzer-Tests sinnvoll, so dass man sicherstellt, dass der Aufbau, die Inhalte und das Design des Endprodukts tatsächlich von den Bedürfnissen, Erwartungen und dem Verständnis der späteren Benutzer bestimmt werden und nicht von denen der Designer.

 

Prototyping und Nutzer-Tests

Prototypen helfen, die entwickelten Lösungsvorschläge auf ihre Praxistauglichkeit zu überprüfen und zeigen, wie die späteren Benutzer mit der entwickelten Lösung interagieren. Zu Beginn der Kreationsphase sollten man eher Low-Fi-Prototypen bauen, die kostengünstig und schnell zu erstellen sind, aber unkompliziert nützliches Feedback einholen. Ein Prototyp kann alles sein, womit ein Benutzer interagieren kann - sei es eine Wand aus Post-it-Notizen oder ein Click-Dummy aus Wireframes.

Es hängt ganz von den damit verbundenen Fragestellungen ab, die man beantwortet wissen möchte:

  • Möchte man die Bezeichnungen oder die Selbsterklärungsfähigkeit einer Navigation testen?
  • Ist die Website-Struktur gut verständlich?
  • Sind wichtige Informationen leicht auffindbar?

Je weiter man sich aber dem finalen Endergebnis nähert, desto stärker sollte man den oder die Prototyp(en), aber auch die Fragestellungen verfeinern.

Auch sind Prototypen in der Kommunikation mit den Auftraggebern sehr hilfreich. Häufig sind die Stakeholder auf Unternehmensseite mit der wachsenden Komplexität der Fragestellungen überfordert oder können den vielschichtigen Projekt-Iterationen aus Zeitgründen nicht adäquat folgen. Das kann folgenschwere Konsequenzen auf den Projektverlauf haben, in welchem notwendige Entscheidungen nicht zeitnah getroffen werden können. Prototypen machen komplexe Sachverhalte greifbar und verständlich, Entscheidungen können wesentlich einfacher getroffen werden, so dass diese den Evaluierungsprozess enorm beschleunigen. Jeden Fehler, den man im Prototypen entdeckt und nicht erst kurz vor oder nach dem Golive, spart Zeit und Kosten.

 

 

Prototypen helfen zu kommunizieren. Wenn ein Bild mehr sagt als tausend Worte, dann sagt ein Prototyp mehr als tausend Bilder!

Vimbai Wilson, Junior Interaction Designer bei snowflake

 

 

Responsives Webdesign

Responsives Webdesign ist inzwischen kein Trend mehr, sondern eine grundsätzliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Website. Dieses sorgt dafür, dass Websites entsprechend der Eigenschaften des benutzten Endgeräts optimal angepasst werden. Je nach Anwendungsfall wird der Mobile First Ansatz genutzt, um Design und Inhalt für eine Nutzung auf mobilen Endgeräte zu optimieren, denn mehr als die Hälfte aller Webseitenaufrufe stammen heutzutage von mobilen Endgeräten – Tendenz weiter steigend. Die Fähigkeiten der responsiven Darstellung ist auch für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) essentiell wichtig, da Google nicht-responsive Webseiten von den mobilen Trefferlisten ausschliesst.

 

Barrierefreiheit

Durch die langjährige Zusammenarbeit mit öffentlichen Verwaltungen, verfügt snowflake über eine umfassende Expertise in Bezug auf Accessibility-Anforderungen. Diese wird während der Design- und Umsetzungsphase in die Lösung eingebracht. Auch bietet snowflake ein «Accessibility Audit» an, sprich eine detaillierte Analyse der Barrierefreiheit Ihrer Website oder Ihrer Mobile-App. In dieser wird Ihre Website auf Anforderungen wie z.B. die der DIN EN ISO 924, «Access for all» oder dem W3C-Standard WCAG 2.0 überprüft.

 

Styleguides (UI-Dokumentation, Pattern Library)

In einem Styleguide oder einer User Interface Dokumentation wird das erarbeitete Interface Design für die technische Realisierung und die Qualitätssicherung dokumentiert. So wird sichergestellt, dass ein Designkonzept konsistent auf die gesamte Lösung angewendet wird. Besonders für komplexe Projekte oder verzweigte Entwicklungs­teams ist eine solche Grundlage, die möglichst wenig Inter­pretations­spielraum bei der Umsetzung zulässt, äusserst sinnvoll. Nur so können Entwickler von „Design-Aufgaben“ innerhalb der technischen Umsetzungsphase weitgehend verschont werden.

Wann macht ein Styleguide oder eine Pattern Library besonders Sinn?

  • Wenn eine Anwendung zu einem späteren Punkt weiter ausgebaut werden soll oder regelmässig aktualisiert wird
  • Wenn mit einem grossen oder verzweigtem Team gearbeitet wird
  • Wenn das Design über mehrer Kanäle konsistent genutzt werden soll

Vor allem neue Mitglieder profitieren von ausgearbeiteten, funktionierenden Strukturen und haben dadurch geringere Einarbeitungszeiten.

 

Atomare Designsysteme

Ab einer gewissen Projekt-Komplexität kann ein atomares Designsystem sehr viel Mehrwerte erzeugen. Ein solches Designsystem gewährleistet unter anderem ein widerspruchsfreies und leicht erweiterbares Webdesign. Es stellt der technischen Realisierung fertige Segmente in einem Baukastensystem bereit, mit denen Entwickler und Integratoren komplexe Seiten-Templates bzw. ganze Websites erstellen können, ohne dass jedes Mal ein Designer mitwirken muss.

Das liegt daran, das ein Designsystem ein Design schematisiert und modularisiert. Das heisst alle Komponenten werden nach einem Baustein-Prinzip entwickelt. Einmal konstruiert, kann ein Atomic Design System beliebig oft für verschiedenste digitale Touchpoints verwendet werden.

 

Weitere Infos zu atomaren Designsystemen (Atomic Design)

 

UX-Support & Reviews während der technischen Umsetzung

Auch innerhalb der technischen Realisierung können mit oder ohne Designsystem UX-spezifische Fragen oder der Bedarf nach weiteren Designelementen auftauchen. Daher hört die Arbeit der snowflake UX Designer nicht mit der Abgabe einer UI-Dokumentation auf. Eine begleitende Unterstützung der technischen Realisierung in allen designrelevanten Fragen gehört dazu, um sowohl eine konzeptgetreue Umsetzung als auch eine optimale Kundenzufriedenheit zu gewährleisten.

 

 

Aufgaben / Ziele der Kreationsphase:

  • Ausarbeitung der Lösungsansätze zu fertigen Lösungsvorschlägen
  • Prototypisierung und Testen der Lösungsvorschläge an echte Benutzer
  • Optimierung der Lösungsvorschläge zu einer optimalen User Experience

Methoden:

Mögliche Arbeitsergebnisse:

  • Wireframes, Mockups, Click-Dummies
  • HTML/CSS-Prototypen
  • Videoaufzeichnungen der Benutzer-Tests, detaillierte Reports und Empfehlungen
  • Styleguide/UI-Dokumentation mit oder ohne Code-Pattern-Library
  • Stellungnahmen zu designrelevanten Fragen innerhalb der technischen Umsetzung

 

 

Neben unserem Angeboten im digitalen Sektor, bieten wir unseren Kunden auch nachfolgende konzeptionelle Leistungen an:

 

 

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