Um ein überzeugendes sowie umsetzbares Konzept zu entwickeln, müssen in dieser Phase vertiefende Audits im Bereich Content-Strategy sowie eine Evaluierung der vorhandenen Daten und Schnittstellen vorgenommen werden.

Sofern diese noch nicht hinreichend in der Analyse-Phase betrachtet worden sind, müssen spätestens jetzt Fragen wie die nachfolgenden umfassend beantwortet werden:

  • Welche Inhalte liegen vor, gibt es ausreichend Bildmaterial und in welcher Güte liegt es vor?
  • Gibt es ein Inhaltsbeschaffungs- oder Redaktionskonzept? Wie sieht dieses aus?
  • Wird ein Content-Management-System (CMS) benutzt und wenn ja, welches?
  • Woher kommen die Daten für Filter, Schnelleinstiege, Cross-Links und andere moderne Navigationselemente?
  • Welche dynamischen Daten stehen zur Verfügung, wie sind diese strukturiert, welche Merkmale besitzen sie?

Informationsarchitektur

In dieser Phase ist bei komplexen Projekten die eingehende Auseinandersetzung mit der Informationsarchitektur der zu entwickelnden Lösung notwendig. Dazu werden in der Regel Content-, Daten- und Funktions-Audits durchgeführt und Strukturgramme, Mind-Maps, Funnel-Grafiken und Flowcharts angelegt, mit denen man definiert, welche Funktionen, Prozesse und Inhalte vorliegen müssen, um die Nutzerbedürfnisse zu befriedigen und wo diese Inhalte oder Funktionen auffindbar bzw. wie benutzbar sind, damit die Lösung benutzerfreundlich und konsistent ist.

Dazu vorbereitend werden in der Regel über Personas eine Reihe von Use Cases identifiziert und zu User Journeys ausgearbeitet. Daraus resultieren die Inventory Lists (funktionale wie inhaltliche Anforderungen sowie Anforderungen an den Datenbestand und/oder an die Schnittstellen).

Häufig werden auch schon erste Lösungsansätze für die Kreationsphase geliefert, beispielsweise welche Benutzernavigation sich für die avisierten Ziele am besten eignet - oder Aussagen zur Tonality, Content-Strategy oder zu den Bezeichnungen in der Navigation.

Unter Umständen ergeben sich auch Implikationen in andere Touchpoints oder neue Anforderungen im kontextuellen Umfeld (Redaktion, Backend, Datenstruktur, ...), die bedacht werden müssen.

Eine Klärung dieser Punkte in der konzeptionellen Phase ist sehr wichtig, da sich eine UX-Strategie an den tatsächlichen Rahmenbedingungen orientieren sollte. Zudem sollten ökonomische und technische Implikationen möglicher Lösungen, wie zum Beispiel der Aufwand in der Realisierung, Beschaffungskosten und Zeitbedarf identifiziert werden, da diese in der Kreationsphase als Entscheidungskriterien relevant sein können.

Als Ergebnis dieser Untersuchungen kann es zuweilen sinnvoll sein, dass man aus Zeit- oder Budgetgründen entscheidet, zunächst ein MVP (Minimum Viable Product) zu kreieren und dann nachfolgend eine Later Stage Version.

 

Aufgaben / Ziele der Konzeptionsphase:

  • Die vorliegenden Analyse-Ergebnisse interpretieren und zu konzeptionellen Aussagen formulieren (z.B. in Form einer Product Vision)
  • Implikationen und Anforderungen für die zuliefernden oder weiterverarbeitenden Bereiche identifizieren bzw. definieren, z.B. für die Content-Aufbereitung/Redaktion, den Datenbestand bzw. Datenbank-Schnittstellen oder bezüglich technischer Rahmenbedingungen
  • Implikationen auf andere Touchpoints identifizieren bzw. definieren
  • Strategien und erste Lösungsansätze entwickeln (→ UX-Strategie)

Methoden:

Arbeitsergebnisse:

  • Ausformulierung der Nutzerbedürfnisse und Produkteigenschaften bzw. Kommunikationsziele (Nutzenversprechen) sowie Aussagen zu den Use Cases u.a. wichtigen Parametern in Form einer Product Vision oder eines Kommunikationskonzeptes
  • Strategische Empfehlungen (z.B. zu flankierenden Massnahmen, zum Online-Marketing, zum Branding, zur Business-Strategie) oder holistisch in Form einer UX-Strategie
  • Flow-Charts und Strukturgramme zu den User Journeys sowie zur Darstellung von notwendigen Abläufen und Prozessen
  • Definition des Functional- und Content-Scopes und Evaluation der sich daraus ergebenden Implikationen auf andere Bereiche (Redaktion, IT, Sales ...)
  • erste Lösungsansätze im Bereich Inhaltsstrukturierung und Benutzernavigation

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Patrick Aubert de la Rüe, Managing Director

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