WolframAlpha - teurer Taschenrechner?
Nun endlich ist sie da: Die lange angekündigte Suchmaschine WolframAlpha . Nach jahrelanger Entwicklung und millionenschweren Investitionen wurde heute die erste Version der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Auch wenn die Server teilweise überlastet sind, der erste Eindruck überzeugt durchaus. Zurückhaltender Auftritt, schnelle Reaktionszeit bei den Abfragen und superspannende Suchmöglichkeiten!
Wer nun eine neue Konkurrenz zum Marktleader Google erwartet, wird allerdings arg enttäuscht werden. Selbst bei einfachen Begriffen wie "Open Source" verschluckt sich die Suchmaschine: " Wolfram|Alpha isn't sure what to do with your input. " (na ja, bei Open Source verschlucken sich ja bekanntlich auch noch ganz viel andere...).
WolframAlpha versucht konsequenterweise gar nicht den Giganten Google bei "einfachen" Suchabfragen zu übertrumpfen. Die Suchmaschine punktet bei den Suchabfragen mit ausgefeilten Berechnungen, Analysen, Graphen und vielem nützlichen mehr. So liefert WolframAlpha beim Suchbegriff "Bern" nicht etwa die Website des Kantons Bern, sondern Fakten wie die Population, die aktuelle lokale Uhrzeit, die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und einige Distanz-Berechnungen zu anderen Städten. Durchaus nützlich.
Die Idee und auch die Umsetzung überzeugen. Die Suchmaschine lädt durchaus zum Spielen ein. Hinter so manchen banalen Suchbegriffen verbergen sich ganze Universen an Informationen. Da kommen Erinnerungen an GoogleWhacking auf... Ausprobieren lohnt sich!Ob die Suchmaschine zukünftig mit den relevanten Resultaten auch gegen Google punkten kann, wird sich noch zeigen müssen. Ich hoffe, WolframAlpha wird nicht zu einem teuren Taschenrechner degradiert sondern ergänzt den monopolistischen Suchmaschinenmarkt um eine neue, spannende Alternative. Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft...